Spannender erster Contest-Tag bei den Quiksilver German Champs 2011

2 Fuß am ersten Contest-Tag

Der Tag begann mit einem Rettungseinsatz der besonderen Art. Eine der mannshohen Planet Sports-Bojen, die während des Contests die Surf-Zone begrenzen sollen, wurde von einer starken Offshore-Böe gepackt und auf's offene Meer hinausgeweht.

Weder Wavetours-Gründer Uli Scherb noch ein französischer Rettungsschwimmer konnten sie einholen, innerhalb kürzester Zeit war die Boje nur noch ein kleiner weißer Punkt am Horizont. Da half nur noch die Küstenwacht, die den Flüchtling in kürzester Zeit arretiert und zurück an seinen Bestimmungsort gebracht hatte. Die Quiksilver German Champs 2011 presented by Planet Sports konnten endlich beginnen!

Der Wettergott war uns heute mehr als wohlgesonnen: Temperaturen über 30 Grad und keine Wolke, die den Himmel trübte. Wellengott Huey dagegen scheint noch im Urlaub zu sein, lediglich 2 Fuß gönnte er uns für den heutigen ersten Contest-Tag, die aber rollten als cleane Lines an den Strand von Mimizan-Plage. Die ersten Heats der Longboarder standen für 11 Uhr auf dem Programm, und Uli Scherb schien trotz seines morgendlichen Rettungseinsatzes in Bestform zu sein, er zeigte Top-to-Bottom Turns wie aus dem Bilderbuch. Ihm dicht auf den Fersen war Longboard-Legende Thomas Schmidt, der mit 6.75 Punkten die beste Welle des Heats scorte. Ebenfalls für das Halbfinale gesetzt sind Sebastian Emmert, der direkt von den Europameisterschaften in Irland angereist war, wo er einen hervorragenden 9. Platz belegt hatte, sowie Alexander Zirke, Dieter Gerards, der Deutsche Longboardmeister 2009, sowie Youngster Severin Clasen.

Die Surfer der Open Class taten sich mit den kleinen Wellen zwar schwerer als die Longboarder, zeigten aber dennoch radikale Manöver. Arne Bergwinkl bewies mit der Tagesbestwertung von 8.50 Punkten einmal mehr, dass er einer der Favoriten im Kampf um den deutschen Meistertitel ist. Aber auch Paul Grey, Alex Tesch und Vincent Scholz erwischten richtig gute Scores und sind ihm dicht auf den Fersen. Die Überraschung des Tages ist der erst 16-jährige Joe de Armas aus Teneriffa, der nicht nur der jüngste Starter in der Open Class ist, sondern mit 8.25 auch gleich die drittbeste Wertung einfuhr. Wir sind uns sicher, dass wir seinen Namen in den nächsten Tagen noch öfter zu hören bekommen...

Die Cadets (unter 16) beendeten den Tag und sowohl die hunderten Zuschauer am Strand als auch die Judges kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Das Niveau ist dieses Jahr unglaublich hoch und zeigt, dass Surfen in Deutschland eine Zukunft hat. Die Eltern der meisten Nachwuchssurfer stehen selbst seit Jahren auf dem Brett, manche sind ans Meer ausgewandert und haben ihrem Nachwuchs das Surfen vor dem Radfahren beigebracht. Der 12-jährige Malte Mappes zum Beispiel lebt mit seinen Eltern auf Teneriffa, wo er das ganze Jahr über perfekte Trainingsbedingungen vorfindet. Er gewann seinen Heat dann auch überlegen und hat sich damit bereits einen Startplatz für das Viertelfinale gesichert. Genauso wie Dylan Groen, Noah Gonzalez und Marc Thomsen.

Morgen früh um 10 Uhr geht es weiter und wir hoffen, dann auch endlich die Mädels im Wasser zu sehen!

Aufkleber sce minimal Jeff Johannson