Wellenreiten

In unserem digitalen Buch wollen wir euch die uralte, faszinierende und Mutter aller Brettsportarten, Wellenreiten näher bringen. In den folgenden Kapiteln findet ihr mehr über die Geschichte des Wellenreitens, Erklärungen wichtiger Begriffe, Tips für die passende Ausrüstung, Sicherheits- und Verhaltensregeln, grüne Welle und Manöver - viele weitere Themen und erfahrt mehr, über das Lebensgefühl Surfen. Wellenreiten ist nicht nur eine Sportart, sondern verbindet Reisen, fremde Länder, eine gute Zeit mit Freunden, Kultur und viele weitere prägende Erlebnisse. Weiterhin soll dieser Online Guide helfen, Fehler als Anfänger zu vermeiden und euch auf dem Weg zu den ersten praktischen Übungen auf dem Surfboard begleiten. Solltet Ihr Begriffe im Kontext nicht Wissen, könnt Ihr diese einfach in unserem Lexikon nachschlagen. Wellenreiten kann man bis ins hohe Alter, es lohnt sich also immer noch anzufangen!

Das Buch wird fortlaufend ergänzt und soll abschließend alle Themen der Sportart umfassen. Gerne könnt Ihr euch für private Zwecke unter Druckversion eine Print Version erstellen. Über Feedback und Redaktionelle Beiträge eurer seits freuen wir uns sehr! Viel Spaß beim lesen und Vokabeln lernen wünscht euch eure Redaktion. © Port 5 Media Solutions © Fotos Lars Jacobsen

Die Geschichte des Wellenreitens

Wellenreiten ist eine nahezu viertausend Jahre alte Sportart die ihren Ursprung in Polynesien hat und ein tief verwurzelter kultureller Bestandteil der Gesellschaft war. Angefangen mit dem surfen durch reine Körperspannung wurden schnell weitere Hilfsmittel benutzt. Dazu zählten Holzstämme und alles was für den Auftrieb nützlich sein konnte. Die europäischen Seefahrer entdeckten das surfen im 18.Jahrhundert. Schnell wurde das Wellenreiten im 19.Jahrhundert durch die christlichen Missionare als heidnischer Brauch verboten und verschwand fast gänzlich, bis es im 20.Jahrhundert in Kalifornien einen neuen Boom erlebte.

Nachdem in den 50er Jahren Filmemacher aus den USA im französischen Seebad Biarritz die europäischen Wellen für sich entdeckten, wurde 1955 in Frankreich der erste Surf-Club gegründet. Seit diesem Zeitpunkt entwickelte sich die europäische Surfkultur rasant. Auch in Deutschland wurde 10 Jahre später der erste Verein auf Sylt gegründet. Bis heute hat sich also viel getan...angefangen von immer besseren Shapes der Bretter bis hin zu den Neoprenanzügen, kann an allen europäischen Küsten das ganze Jahr gesurft werden! Die Wellen im französischen Hossegor und Mundaka im Spanischen Baskenland sowie Peniche in Portugal gelten weltweit zu den besten Surfspots der Welt. So veranstaltet jedes Jahr im September und Oktober die World Champion Tour (WCT) des Wellenreitens in Europa Wettkämpfe. Natürlich nicht zu Vergessen sind die Kanaren, mit seinen Inseln Fuerteventura und Lanzarote das ganze Jahr eine Top Adresse. Überall in Europa gibt es mittlerweile eine große Kultur an Surfcamps und Wellenreitschulen. Fast überall findet Ihr beste Voraussetzungen um Wellenreiten zu lernen.

Auf unserer Seite findet Ihr für jedes Land eine spezifische Beschreibung zum Land und der Region wo Ihr Wellenreiten lernen wollt und die dazugehörigen Surfcamps und Surfschulen. Aloha!

Welche Ausrüstung braucht Ihr zum Wellenreiten

Als Wellenreiter braucht man nicht viel um sich in die Wellen zu stürzen - ein Surfbrett, Boardshort bzw. bei niedrigen Wassertemperaturen einen Neoprenanzug, eine Leash und der Spaß kann beginnen. Wann und Wo Ihr welches Surfbrett benutzen solltet - wollen wir euch in diesem Kapitel unseres Buches erklären. Die Wahl des Surfbretts hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. So sollte der Könnerstand des Wellenreiters und die aktuellen Surf - Bedingungen berücksichtigt werden.

Das klassische Anfängerbrett ist das Mini Malibu oder Funshape. Die passende Größe eures Surfbretts, könnt Ihr mit folgender Faustformel berechnen: Körpergröße + 45cm = Größe des Surfbretts. Zusätzlich sollten das Volumen und die Breite des Surfboards, dem Gewicht des Wellenreiters angepasst sein. Umso mehr Auftrieb euer Surfbrett im Wasser hat, desto einfacher ist das Anpaddeln einer Welle. Weiterhin liegen große und Voluminöse Surfboards stabiler im Wasser. Leider machen viele Anfänger den Fehler, ein zu kleines Surfbrett zu kaufen was den schnellen Erfolg beim Wellenreiten behindert. Auch sollte man beachten, dass einem beim ersten Brett nur dieses zur Verfügung steht. Um in allen Wellen surfen zu gehen, eignet sich daher der Funshape bzw. das Mini Malibu als erstes Surfbrett. Der Nachteil von langen und dicken Brettern liegt in der Wendigkeit. Somit eignen sich für Manöver wie Cutback, Arial etc. kurze Shortboards, um die Wellen radikal zu surfen. Kleine Bretter zu surfen erfordert mehr Kraft zum Anpaddeln der Wellen und ein besseres Körpergefühl. Fortgeschrittenen stehen verschiedene Shapes und Längen von Wellenreitern zur Auswahl. Hierbei entscheidet der Surfer je nach Bedingungen, welches Brett für die Session das richtige ist. Angefangen vom Longboard, dem Mini Malibu, dem Funshape, der Gun, dem Fish und dem klassischen Shoartboard, gibt es für jede Welle das passende Brett.

Um sich vor den verschiedenen Temperatureinflüssen zu schützen bieten verschiedene Bekleidungsartikel den passenden Schutz wie zum Beispiel Neoprenanzug, Boardshort, Lycra, Füsslinge und Hauben etc.! Die Leash beschreibt eine Verbindung vom Surfbrett zum Surfer. Dabei wird eine Leine vom Tail (Ende eines Surfbrettes) mit dem hinteren Fußes des Wellenreiters verbunden. Die Leash kann beim Wellenreiten euer Leben retten aber auch gefährlich werden.

In den folgenden Unterkapiteln findet Ihr eine ausführliche Beschreibung zu jedem Surfbrett Typ, Leash, Wachs, passender Kleidung etc. - damit euer nächster Surf Trip ein voller Erfolg wird.

Das Surfboard - Rocker | Rails | Tail

Der Rocker beschreibt den Radius von der Mitte bis zur Spitze eines Surfboards. Die unterschiedliche starke Aufbiegung verleiht dem Surfbrett unterschiedliche Fahreigenschaften. Mit der Form des Rockers bestimmt der Shaper die wichtigsten Fahreigenschaften eines Surfbrettes.

Rails beschreibt die Kanten eines jeden Surfbrettes. Auch Sie tragen zu einem großen Teil zu den späteren Fahreigenschaften bei. Generell ist festzuhalten - kantige Rails für schnelle Bretter und weiche Rails für langsame Bretter. Das Thema ist in der Realität aber doch ein bisschen mehr Komplexer wie hier beschrieben.

Das hintere Ende eines Surfbrettes nennt man Tail. Neben den Rails und dem Rocker, bestimmt das Tail das Strömungsverhalten eines Wellenreiters. Surfer passen Ihre Bretter an die Bedingungen am jeweiligen Surfspot an. Folgende Bauarten kommen zum Einsatz: Pintails, Roundpin Tail, Round Tail, Squash Tail, Swallow Tail, Bat Tail, Diamond Tail und Square Tail.

Finnen am Surfboard

Die Finnen eines jeden Surfboards sind wie bei einem Segelschiff für die Stabilität und Manövrierfähigkeit zuständig. Dabei kommen pro Surfbrett maximal ein bis drei Finnen zum Einsatz. Um die Finnen mit dem Brett zu verbinden gibt es verschiedene Systeme. So werden zum Beispiel am Tail des Surfbrettes Finnenkästen eingelassen. Dieses System hat den Vorteil das die Finnen während eines Transportes oder Lagerung herausgenommen werden können oder an den verschiedenen Bedingungen des Surfspots anzupassen. Neben diesen flexiblen Systemen sind die Finnen zum Beispiel bei Wellenreitern von Profis fest mit dem Surfbrett einlaminiert (verbunden mit Kunstharz). Das bekannteste und meist eingesetzte System ist das Fin Control System von der gleichnamigen Firma FCS.

Dabei unterscheidet man drei Anordnungen von Finnen am unteren hinteren Teil des Wellenreiters:

Single Fin - eine Finne in der Mitte! Findet Ihr bei Longboards, Mini Malibu und Fish. Hohe Stabilität, dafür wenig Manövrierfähigkeit.

Thruster - drei Finnen am hinteren Teil eingesetzt! Dabei befinden sich die beiden äußeren Finnen etwas weiter vorne. Beim Thruster können gleich Große oder eine Große und zwei kleine Finnen zum Einsatz kommen. Mit den zwei zusätzlichen Finnen steigert man die Manövrierfähigkeit.

Twin-Fins - nur zwei äußere Finnen! Instabil, dafür extreme Manövrierfähigkeit...

Die Leash

Die Leash bezeichnet die Verbindung zwischen Surfboard und Surfer. Sie wird auf der oberen Seite hinten am Surfbrett an einem eingelassenen Plug In befestigt und während des surfens mit dem Knöchel des hinteren Beines des Wellenreiters verbunden. Die Leash ist der so genannte safety eines jeden Surfers. Sie verhindert dass das Surfboard bei einem Wipe Out oder in der Impact Zone nicht zurück ans Ufer gespült wird. Zudem zeigt es dem Wellenreiter bei einem Waschgang an, wo Oben und Unten ist. So zieht man sich unter Wasser an der Leash zurück an die Wasseroberfläche und hat mit seinem Surfbrett eine schwimmende Rettungsboje. Die Wichtigkeit der Leash ist also nicht zu unterschätzen und sollte vor jeder Session kontrolliert werden. Die Leash muss je nach Länge des Surfboards und deiner Körpergröße angepasst werden.

Das Longboard

Longboards sind lange Bretter für fast alle Wellenbedingungen. Von kleinen bis großen Wellen kann mit diesem Wellenreiter gesurft werden, da es durch sein Volumen und Länge besten angleitet und stabil im Wasser liegt. Longboards bezeichnen Bretter, die eine Länge von mindestens 8 bis 10 Fuß haben. In den letzten Jahrzehnten und Fortschreitender Technik gibt es immer kürzere Bretter. Waren Longboards bis Ende der 1950er Jahre noch die einzige Form eines Surfbrettes gibt es heute viele andere Shapes. Das Longboard benutzt eine Single Fin zum manövrieren.

Das Mini Malibu | Funshape

Das Mini Malibu ist das klassische Anfängerbrett zum Wellenreiten. Alle Surfschulen und Surfcamps verwenden diese Bretter von der Länge 7.3 bis 8.2 für Ihren Unterricht. Das Mini Malibu ist der beste Kompromiss zwischen Volumen und Länge. Zudem kann es alleine zum Strand getragen werden und lässt sich in jeder Welle surfen - also ein klassischer Allrounder. Das Mini Malibu gibt es mit drei oder einer Finne.

Das Evolution

Das Evolution beschreibt einen Shape zwischen Shortboard und Funshape. Der Wellenreiter zeichnet sich durch leichtes angleiten und guter Manövrierfähigkeit aus. Grund ist das höhere Volumen im Vergleich zum Shortboards und die Form im Vergleich zum Mini Malibu - welches dem Evolution besser erlaubt die Wasserkante zu brechen. Das Evolution hat immer drei Finnen.

Das Shortboard

Das Shortboard ist der Wellenreiter mit dem Surfer die beste Manövrierfähigkeit für Ihre Tricks und Turns haben. Der radikale Shape und das kleine Volumen lassen den Wellenreiter zwar schlecht anpaddeln, erlauben aber problemlos einen Cutback, Air, Arial etc.! Das Shortboard ist Standardmäßig mit drei Finnen ausgerüstet und hat die Länge zwischen 5 Fuß 6 Inch und maximal 7 Fuß.

Die Gun

Die Gun ist ein spezielles Surfboard mit der Form eines Shoartboardes und der Länge zwischen sieben und maximal zwölf Fuss. Die Gun kommt in schnellen und großen Wellen ab 3 Meter zum Einsatz. Die Länge sorgt für Stabilität und die schmale Breite erlaubt hohe Geschwindigkeiten im Wasser. Dieser Wellenreiter ist nichts für Anfänger und nur bei bestimmten Bedingungen einsetzbar.

Der Fish | Egg

Der Fish ist wiederum ein spezielles Surfbrett für Fortgeschrittene Wellenreiter und erlaubt dem Wellenreiter auch in kleinen und kraftlosen Wellen Turns zu fahren. Das große Volumen und die Breite sorgen für schnelles angleiten. Wird als Singlefinboard aber gerne auch mal mit drei Finnen hergestellt und hat die Länge zwischen fünf und sechs Fuss.

Surfwachs und Pads

Das Wachs benutzt der Surfer um die Standhaftigkeit auf seinem Surfbrett zu Gewährleisten. Der Wellenreiter wird auf der Oberfläche ausreichend mit Wachs eingerieben. Dabei muss darauf geachtet werden das je nach Wassertemperatur das richtige Wachs verwendet wird.

Neben Wachs kommen auch Pads zum Einsatz. Diese werden auf den markanten Stellen geklebt, ähnlich wie bei einem Skateboard. Fortgeschrittene Surfer benutzen meist ein Pad für den hinteren Fuß. Dieses spezial Pad wird am Tail aufgeklebt und verhilft dem Wellenreiter mehr Druck auf das Brett zu übertragen.

Neoprenanzug | Wetsuit

Der Neoprenanzüg bzw. Wetsuit soll den Wellenreiter vor verschiedenen Witterungseinflüssen schützen. Dabei kommt der Neoprenanzug in erster Linie als Schutz gegen Auskühlung zum Einsatz, kann aber auch den Surfer vor zur starker Sonneneinstrahlung und Nesseltieren wie zum Beispiel Quallen schützen. Wetsuits bestehen aus Neopren verschiedener Stärken und ist die zweite Haut des Wellenreiters - ein thermischer Isolator. Gutes Neopren zeichnet sich durch seine Beständigkeit gegenüber Sonneneinstrahlung und Salzwasser aus. Weiterhin muss ein guter Neoprenanzug flexibel sein um dem Wellenreiter das anstrengende Paddeln zu erleichtern. Die Nähte müssen gut verarbeitet und verklebt sein um einen Wasseraustausch zwischen Haut und Neopren und dem Meer zu vermeiden. Für Wellenreiter kommt zu neunundneunzig Prozent nur der Nassanzug und Halbtrockenanzug zur Anwendung. Für die Wahl eines neuen Anzuges müsst Ihr folgende Parameter angeben:

Eine typische Angabe eines Herstellers ist:

  • Neopren-Material: 100% Speziall Neopren
  • Neopren-Dicke: 5/4/3 mm (Neoprenstärke an Rumpf, Beinen und Armen
  • Nähte: vernäht und von außen versiegelt

Der Halbtrockenanzug liegt wie der Nassanzug an der Haut an, wird aber an Armen, Beinen und Hals abgedichtet. Sollte doch Wasser eindringen hat er die gleichen Eigenschaften wie der Nassanzug. Halbtrocken Anzügekommen bei niedrigen Wassertemperaturen zum Einsatz. Die Qualität, also Flexibilität, Beständigkeit, Verarbeitung ist ein gutes Maß für den Preis.

Boardshort und Lycra

Boardshorts sind extrem stabile Badehosen und eignen sich nur für warme Wassertemperaturen. Die qualitative Verarbeitung und der hochwertige Stoff muss bei einem Waschgang die Kraft der Wellen aushalten und die Beanspruchung durch scheuern an den Rails der Surfbretter aushalten. Weiterhin trocknet der Stoff einer guten Boardshort extrem schnell und schützt euch vor einer Blasenentzündung. Boardshorts gibt es in verschiedenen Variationen, unter anderem mit eingearbeitetem Neopren an den Lenden - als Schutz gegen Auskühlung. Damit Ihr nicht Splitternackt wieder aus dem Wasser kommt lohnt sich also die Investition in eine gute Badehose.

Das Lycra bietet dem Wellenreiter in erster Linie Schutz gegen schmerzhafte Scheuerstellen. Diese entstehen beim paddeln durch Reibung zwischen Rumpf und Surfboard. Weiterhin kann das langärmelige oder kurze Lycra gegen Sonneneinstrahlung und Auskühlung schützen. So gibt es zum Beispiel Lycras mit eingearbeiteten Neopren an den Nieren. Boardshorts und Lycras kosten je nach Hersteller zwischen 35 und 60€.

Sicherheit und Verhaltensregeln beim Wellenreiten

Wellenreiten ist zu neunundneunzig Prozent der Fälle eine ungefährliche Sportart - solange sich alle an bestimmte Regeln halten. Um schwere Unfälle beim Wellenreiten zu vermeiden solltet Ihr also verschiedene Sicherheits- und Verhaltensregeln Wissen. In den folgenden Unterkapiteln haben wir für euch ein paar Regeln zum Verhalten im Wasser mit anderen Surfern und Tipps für eure Gesundheit bei den ersten Versuchen surfen zu lernen aufgelistet.

Tipps für Anfänger

Damit die erste Session im Wasser nicht im Krankenhaus endet, wollen wir euch hier ein paar Tipps geben, wie Ihr Unfälle von vorne rein ausschließen könnt.

Leash: Bevor du mit deinem Brett ins Wasser gehst, kontrolliere deine Leash! Deine Lebensversicherung sollte immer in einem tadellosen Zustand sein. Hier sparst du wortwörtlich am falschen Ende.

Im Wasser: Achte darauf das kein Wellenreiter genau vor, hinter und neben dir ins Wasser geht bzw. ist. Sollte jemand oder du die Kontrolle über das Surfbrett verlieren, kann es schnell zum Personenschaden kommen. Dieser Tipp gilt in erster Linie für die Brandung und nicht im Line Up.

Brett Trage dein Brett niemals direkt vor dir, damit es dir bei einer kräftigen Welle nicht entgegend schlägt. Sein Surfbrett trägt man immer parallel zum Körper.

Nie alleine Gehe nie alleine als Anfänger ins Wasser - wenn überhaupt nur in kleinen Wellen und bei geringer Strömung und Brandung. Halte dich immer an Gruppen bzw. anderen Personen. So passt jeder auf den anderen auf.

Richtig fallen: Es ist wichtig darauf zu achten das du beim Fallen versuchst, niemals Kopfüber ins Wasser einzuachten. Ganz der alten Weißheit, niemals mit Kopfsprung in ein Gewässer zu springen das du nicht kennst. Falle also immer wenn möglich Horizontal mit deinem Körper zur Wasseroberfläche ins Wasser, sowie parallel oder hinter deinem Surfbrett. Schütze dabei deinen Kopf, in dem du Ihn mit beiden Armen schützt.

Unter Wasser: Erst einmal unter Wasser zählst du bis vier und tauchst langsam wieder auf. So verhinderst du eine Kollesion mit deinem Surfboard. Sollte dich eine Welle lange unter Wasser gedrückt haben, orientiere dich an deiner Leash, wo oben und unten ist, und ziehe dich zurück an die Oberfläche. Verliere im Wasser nie die Nerven und versuche einen klaren Verstand zu bewahren. Sei vorsichtig bei zu vielem Wei?wasser - das Gemisch aus Sauerstoff und Wasser hat keinen Auftrieb.

Verhaltensregeln im Line Up

Um die Ordnung im Line Up zu wahren, gibt es unter Wellenreiter Verhaltensregeln die an allen Surfspots dieser Welt zu beachten sind. Wenn Ihr euch an diese Regeln haltet, werden eure Sessions im Wasser immer ein freundliches Miteinander und kein Gegeneinander sein.

Sicherheit: Sicherheit ist das erste Gebot beim Wellenreiten. Alle nachfolgenden Regeln sind außer Kraft sobald Unfallgefahr besteht. Immer wieder kommt es aus Rücksichtslosigkeit zu schweren Unfällen - den ein Surfbrett mit Finnen wird bei hohen Geschwindigkeiten zum Geschoss. Augen auf und Rücksicht nehmen!

Vorfahrtsregeln: Vorfahrt hat immer der Wellenreiter, der als erstes eine Welle fährt und nächsten am Brechungspunkt einer Welle liegt. Der Brechungspunkt ist immer der steilste Teil der Welle - auch Peak genannt. Fahrt Ihr mit eurem Brett jemand in die Welle und verletzt die Vorfahrtsregel - nennt sich das Drop In. Schon ein Drop In kann zu erheblichen Ärger führen.

Don´t snake: Snaken bedeutet jemand die Welle zu klauen. Man manövriert durch ständiges Paddeln im Line Up in eine Position um im entscheidenen Moment die Vorfahrt zu haben.

Rauspaddeln Beim rauspaddeln achtet immer darauf das Ihr andere Surfer beim surfen in einer Welle nicht stört. Nehmt lieber einen kleinen Umweg in Kauf um eine Kolession zu vermeiden - und nicht immer den direktesten Weg zurück ins Line Up.

Wellenreiten lernen - die ersten Übungen im Wasser

In diesem Kapitel wollen wir euch die ersten praktischen Schritte am bzw. im Wasser erklären. Von der Handhabung eures Surfboards, wie man eine Welle anpaddelt, bis hin zum Take Off und Buttom Turn findet Ihr alle Informationen für einen erfolgreichen Start. Weiterhin erklären wir euch ausführlich was sich hinter den Ausdrücken Duck Dive und Eskimorolle verbirgt.

Die Wahl der Surfspots

Als Anfänger surfst du, ob in Surfschulen oder privat, Weißwasser-Wellen. Weißwasser- Wellen sind auslaufende Wellen am Ufer, die schon vorher über eine Sandbank gebrochen sind. Diese Wellen haben noch genug Druck für die ersten Übungen auf dem Surfbrett. Suche dir also einen Platz mit Weißwasser-Wellen und nicht zu starkem Shorebreak. Shorbreak bezeichnet Wellen, die direkt auf den Strand brechen. Einen zu starken Shorebreak solltet Ihr unbedingt meiden, damit es nicht zu schweren Verletzungen kommt. Auf dem Foto seht Ihr den Surfspot La Sud in Hossegor an der französischen Atlantikküste. Wie Ihr an dem Shorebreak in der Mitte sehen könnt, ist dieser Spot nichts für Anfänger. Um den richtigen Surfspot für die ersten Übungen zu finden und einen schnellen Fortschritt zu erzielen, solltest du dich also gut informieren bzw. auf die Erfahrung einer Surfschule bzw. eines Surfcamps bauen.

Weiterhin ist die Strömung an einem Surfspot ein weiterer Faktor für eure Sicherheit. Starke Strömungen zurück aufs Meer oder zur Seite können schnell Gefährlich werden. Unterschätze also nicht die Kraft des Meeres und gehe generell nie alleine ins Wasser. Zudem eignen sich für Anfänger Beachbreaks besser als Riffe. Seicht abfallende Strände und Stehwasser sind weitere Vorteile um Wellenreiten zu lernen. Als weiteren Punkt sind die Gezeiten und die Wellenvorhersage zu beachten. Surfspots für Anfänger findest du unter anderem in unserem Surf Atlas.

Wellenreiten in der Gruppe

Wellenreiten lernen in der Gruppe heißt mehr Spaß, mehr Motivation und schnellerer Lernerfolg. Tausche dich mit deinen Freunden über erste Erfahrungen aus, teile deinen Erfolg und Spaß im Line up, tragt eure Bretter zusammen an den Strand und genieße eine tolle Zeit unter Gleichgesinnten.

Tragen und Wachsen eines Surfboards

Die erste Session im Wasser fängt mit dem tragen und vorbereiten des Surfbrettes am jeweiligen Surfspot an. Trage dein Surboard immer mit den Finnen nach innen. So vermeidest du bei einem Windstoß, dass dein Brett unkrontolliert andere Menschen verletzt.Sobald du dein Surfbrett eingewachst hast, schütze es vor zu starker Sonneneinstrahlung. Damit vermeidest du das schmelzen des Wachses und die Oberfläche bleibt rutschfest. Beim Wachsen gilt - lieber Klotzen statt Kleckern!

Kontrolliere die Leash vor jedem surfen auf Ihren ordnungsgemäßen Zustand. Nachdem Ihr die Leash mit eurem Knöchel verbunden habt, haltet Ihr die Leash auf Spannung. Trage dein Surfbrett auf der gleichen Seite, an welcher die Leash mit deinem Bein verbunden ist. So verhindert Ihr auf dem Weg ins Wasser unkontrolliert zu stolpern.

Das erste mal im Wasser

Nachdem du das Wasser erreichst hast, führe das Surfboard parallel zu deinem Körper auf der Wasseroberfläche. Dabei zeigt die Nose in Blickrichtung. Halte das Surfbrett immer an den äußeren Kanten fest und nie an der Leash. Die Leash kann dir im Extremfall schwere Verletzungen zuführen - wie zum Beispiel Quetsch- und Risswunden. Mit beiden Händen am Brett kannst du den Wellenreiter zudem leicht über die ersten Wellen heben.

Gleichgewicht und Brettgefühl

Bevor Ihr nun die ersten Wellen anpaddelt, ist es wichtig die richtige Position auf dem Surfboard zu finden und das Gleichgewicht zu halten. Dabei ist es wichtig dass Ihr auf dem Brett richtig liegt und als zweiter Schritt, auf dem Brett sitzen könnt. Die passende Position beim liegen ist für das paddeln und anpaddeln wichtig, sitzen für die Übersichtlichkeit und Bequemlichkeit. Mehr zum sitzen und liegen erfahrt Ihr ausführlich in den nächsten beiden Unterkapiteln.

Richtige Position auf dem Surfboard

Um Wellen anzupaddeln müsst Ihr natürlich auf dem Surfboard liegen. Dabei muss die Nose, also das vordere Ende eines Surfboards immer ein Stück aus dem Wasser ragen. Weiterhin solltet Ihr selbstverständlich immer in der Mitte eures Surfboard liegen. Solange du nur ins Line up paddelst, reicht es das dein Wellenreiter nur ein kleines Stück aus dem Wasser ragt. Sobald du eine Welle anpaddelst und ins Hohlkreuz übergehst, muss dein Surfboard noch einmal weiter aus dem Wasser kommen - damit du nicht in die Welle einstichst und Kopfüber ins Wellental fällst. In die Welle einstechen ist ein klassischer Anfängerfehler und kann durch die richtige Position auf dem Surfbrett verhindert werden. Achte darauf das deine Beine gerade auf dem Surfboard liegen. Wie mann eine Welle anpadellt erklären wir euch ausführlich im übernächsten Kapitel.

Wie sitze ich auf einem Surfbrett

Aus Übersichtlichkeit und Bequemlichkeit solltest du schnell lernen auf deinem Surfboard zu sitzen. Im Line up kannst du besser die Wellen am Horizont sehen und das geschehen um dich herum verfolgen. Weiterhin kannst du mit anderen Surfern besser kommunizieren und deinen Oberkörper entspannen. Um von der liegenden Position in die Sitzposition zu wechseln, stützt du dich mit beiden Armen am Wellenreiter ab, und schiebst die Mitte des Surfbrettes unter deinen Oberkörper. Mit ein bisschen Übung kommst du schnell zum Lernerfolg. Du wirst sehen, das sitzen viel entspannter ist als liegen, wenn man auf eine Welle wartet.

Effektiv Paddeln

Mit Paddeln verbringt man die meiste Zeit und Kraft beim Wellenreiten. Darum ist es wichtig das Paddeln effizient zu gestalten. Zudem ist es die wichtigste Technik um überhaupt Wellen abreiten zu können. Nachdem Ihr die richtige Position auf eurem Surfboard gefunden habt, gilt es eure Kraft auf das Wasser zu übertragen. Paddeln verhält sich ähnlich dem Kraulstil beim Schwimmen. Abwechselnd tauchen eure Hände ins Wasser. Dabei ist darauf zu achten das Ihr pro Arm lange Züge macht und nicht kurze, hektische und abgehackte Bewegungen. Dabei helfen leicht gespreizte Finger und S-förmige Bewegungen im Wasser. Achte darauf das deine Beine nicht als Wiederstand im Wasser sind, sonder gerade auf deinem Brett liegen bzw. leicht angewinkelt.

Durchtauchtechniken

Um ins Line up zu gelangen, musst du gegen die Strömung und auflaufende Wellen paddeln. Die entgegenschlagenden Wellen drücken dich unter Umständen immer wieder zurück ans Ufer oder brechen direkt vor dir. Um auf dauer Kraft zu sparen oder überhaupt durch die Brandung zu gelangen, solltest du zwei verschiedene Durchtauchtechniken beherrschen.

Die Eskimorolle: Die Eskimorolle oder auch Turtle role genannt, ist die einfachste Tauchtechnik. Kurz bevor euch die Schaumwalze erreicht, dreht Ihr euch mit eurem Surfbrett einmal um 180 Grad. Dein Oberkörper befindet sich nun unter Wasser mit Blickrichtung über Wasser. Fest klammert Ihr mit beiden Händen euer Brett an der Nose an euch, und versucht der Welle einen möglichst kleinen Widerstand zu bieten. Achte darauf dass du und dein Brett eine Einheit bilden und das Wasser um euch herumströmen kann. Sobald die Welle durch ist, drehst du dich wieder um 180 Grad und paddelst weiter Richtung Line up. Gerade bei großen Brettern ist dies die einzigste Methode denn Wellen etwas entgegen zusetzen.

Duck Dive: Der Duck Dive ist die eleganteste und beste Durchtauchtechnik. Hierbei tauchst du mit deinem Surfboard wie eine Ente unter der Welle hindurch. Sobald die Welle oder das Weißwasser dich erreicht, greifst du mit beiden Händen an die Rails im vorderen Bereich deines Brettes. Als nächstes stützt du dich leicht auf, um das Knie in der Mitte deines Brettes zu positionieren. Nun verlagerst du all dein Gewicht nach vorne, drückst mit deinem Knie das Brett unter Wasser und tauchst unter der Welle hindurch. Strecke zusätzlich das andere Bein gerade heraus gen Himmel, um es als Hebel zu benutzen.

Das Anpaddeln der ersten Welle

Um eine Welle abreiten zu können, musst du Sie im Entscheideinen Moment anpaddeln. Dazu gehört die richtige Lage am Peak im Line up. Dort wo die Welle Ihren steilsten und energiereichsten Punkt erreichen, um anschließend in sich zusammen zu brechen, ist dein Platz. Auf dem Bild siehst du eine Welle in Indonesien, die natürlich viel zu groß für Anfänger ist. Trotzdem kann man gut erkennen wo die Welle ihren steilsten Punkt hat. Liegst du also in der Mitte, dort wo die Welle anfängt zu brechen, wäre es für dich schon zu spät und du würdest von Wassermassen begraben. Der richtige Platz wäre in diesem Fall am äußeren Teil der Welle, dort wo sie sich gerade aufbaut. In den folgenden Schritten erklären wir den ganzen Ablauf des anpaddeln.

  • Du manövrierst dein Surfbrett in Fahrtrichtung, also so dass die Welle sich hinter dir und deinem Brett aufbauen kann.
  • Mit dem Schulterblick verfolgst du, wie weit die Welle noch entfernt ist und wie hoch sie sich aufgebaut hat.
  • Du wechselst ins Hohlkreuz und fängst an mit Paddelzügen Geschwindigkeit aufzunehmen.
  • Die Welle hat dich erreicht und drückt das Ende deines Surfbrettes hoch. Dies ist der entscheidende Moment. Hier muss du ins gleiten kommen. Verlagere mit der Brust und deinem Hohlkreuz das Gewicht auf den vorderen Teil deines Brettes und paddele mit kräftigen Zügen weiter.
  • Das Brett kommt ins gleiten und du hast es geschafft. Die Welle schiebt dich und dein Surfboard nun von alleine. Als Anfänger kannst du jetzt in der Adler Position die Welle abreiten.

Die Adler Position

Sobald Ihr also mit eurem Brett ins Gleiten kommt, nehmt Ihr eure Arme und streckt Sie im Winkel von neunzig Grad von eurem Körper. Nun seit Ihr in der Adler Position. Jetzt könnt Ihr euer Gewicht verlagern und die Fahrtrichtung bestimmen. Mit dem neigen der Arme bestimmt Ihr die Richtung in die Ihr fahren wollt. Rechten Arm in Richtung Wasser neigen und euer Brett fährt nach rechts. Linken Arm in Richtung Wasser neigen und Ihr Fahrt nach links. Wiederhole diese Übungen um ein Gefühl für dein Brett und dein Gleichgewicht zu bekommen. Im letzten Punkt erklären wir euch nun den Take Off bevor es im nächsten Kapitel mit der ersten grünen Welle und den ersten Manövern wie Buttom Turn etc. weitergeht.

Take Off

Mit der letzten Übung seit im wahrsten Sinne des Wortes klar zum abheben. Sobald Ihr den Take Off beherrscht, hat der Virus Wellenreiten auch die letzten von euch befallen. Wir springen zurück ins vorige Unterkapitel und setzen beim Gleiten in einer Welle wieder an. Ihr habt beim Paddeln alles richtig gemacht und befindet euch im Gleiten und nehmt weiter Geschwindigkeit auf. Jetzt gilt es auf dem Brett zu stehen um die Welle abzureiten. Dazu nehmt Ihr eure beiden Hände und umfasst die Rails eures Surfboards im ersten Drittel. Flach auf dem Brett liegend befindet Ihr euch in der Liegestütz Position. Jetzt drückt Ihr euch mit beiden Händen druckvoll ab, dreht eure Schulter ein und springt aufs Brett, so dass eure Füße Mittig auf dem Brett stehen und euer Körper sich parallel zum Surfboard befindet. Der vorderste Fuß sollte dabei im Schnittpunkt der X - Y Achse eures Surfboards stehen. Je nach Brettgröße, Gewicht des Surfers und Volumen des Surfbrettes weiter vorne oder hinten. Der hintere Fuß steht auf dem letzten drittel des Boards, in etwa kurz über dem Leash Plug In. Den Take Off könnt Ihr als erstes am Strand üben und so oft wiederholen bis Ihr einen Automatismus entwickelt. Danach in Weißwasser Wellen und als letztes im Line up. Steht Ihr nun auf eurem Surfbrett und rauscht die Wellen gerade herunter müsst Ihr als nächstes den Buttom Turn beherrschen. Was das ist und wie man eine Grüne Welle surft, sowie welche weitere Manöver es gibt, erklären wir euch im nächsten Kapitel.

Grüne Welle und Manöver

Die grüne Welle bezeichnet den Teil der Welle der noch nicht gebrochen ist, und auf dem gesurft wird. Das Bild zeigt eine Welle auf der Indonesischen Insel Bali. Die Welle ist eine Left, bricht also von rechts nach links auf einem Riff. Der Wellenreiter surft die Welle am steilsten Teil und bewegt sich immer ein Stück vor der gebrochenen Welle. Denn nur dort reicht die Geschwindigkeit um in der Welle zu bleiben. Durch verschiedene Fahrtechniken kann der Wellenreiter beschleunigen und verlangsamen, endet aber Schluss endlich immer wieder an seiner Ausgangsposition um Geschwindigkeit aufzunehmen. Wie Ihr nun eine grüne Welle surft und welche Manöver man beherrschen sollte, erklären wir euch in den folgenden Unterkapiteln.

Buttom Turn

Der Buttom Turn ist das erste Manöver was Ihr nach dem Take Off beherrschen müsst. Nur hier könnt Ihr das Maximum an Geschwindigkeit aufnehmen. Nach dem Take Off rauscht Ihr gerade ins Wellental hinunter und versucht dabei, euer Gewicht nach vorne zu verlagern, frei nach dem Motto - Kraft ist Masse mal Beschleunigung. Kurz bevor du das Wellental erreicht hast, verlagerst du dein Körpergewicht in Richtung der grünen Welle. So ziehst du einen sauberen Buttom Turn in die Welle und erreichst den grünen Teil. Wie bei allen anderen Übungen kommt es hierbei auf ein gutes Brettgefühl und Gleichgewichtssinn des Wellenreiters an. Der Surfer auf dem Bild hat gerade das Wellental erreicht und eine hohe Geschwindigkeit. Wie Ihr weiter sehen könnt, fängt die Welle über Ihn an zu brechen. Um sich aus dieser Situation zu befreien, muss er als nächstes einen Top Turn fahren um anschließend wieder mit einem Buttom Turn Geschwindigkeit aufzunehmen.

Wie bei allen anderen Brett Sportarten bestimmt deine Blickrichtung auch deine Fahrrichtung. Ganz automatisch dreht sich der Kopf, deine Schulter und Oberkörper mit ein. Hinzu kommt eine Gewichtsverlagerung auf die Rails und dein Brett fährt automatisch in die anvisierte Richtung. Versuche also nicht krampfhaft dein Brett zu steuern, vielmehr helfen dir Gefühl und Technik. Das Foto zeigt einen Wellenreiter an einem der besten Surfspots auf Bali, Uluwatu.

Top Turn

Einen Top Turn fahrt Ihr, um zurück in den steilen Teil der Welle zu kommen. Dabei schaut Ihr Richtung Wellenkamm und manövriert euer Surfboard in die gleiche Richtung. Sobald Ihr das oberste Drittel der Welle erreicht habt, schaut Ihr mit den Augen wieder Richtung Wellental, dreht die Schulter mit ein und verlagert das Gewicht auf die Frontside bzw. Backside. Jetzt könnt Ihr wieder Geschwindigkeit aufnehmen und rauscht zurück ins Wellental. Mit dem Buttom und Top Turn habt Ihr nun die zwei wichtigsten Manöver kennen gelernt, um grüne Wellen abzureiten. Dazu gehört natürlich eine Menge Übung und Erfahrung.

Cutback

Mit dem Cutback kannst du deine Geschwindigkeit verlangsamen bzw. der Welle anpassen. Für den Cut Back fährst du erstmal wie bei einem Top Turn die Welle wieder hoch. Um deine Geschwindigkeit jetzt stärker zu drosseln verlagerst du dein Gewicht auf das hintere Bein und drückst das Tail und die Rail in die Welle. Je nach dem wie stark du dein Brett in die Welle drückst, stellt sich dein Brett quer oder übersteuert kontrolliert.

Auf dem Bild seht Ihr den Surfspot Bubbles auf Fuerteventura. Der Surfer hat sich zu weit vom steilsten Punkt der Welle entfernt und muss zurück zum Curl - also dort wo die Welle fortlaufend bricht um sie weiter abreiten zu können. Dazu fährt er einen Cut Back und übersteuert, um seine Fahrtrichtung um 180 Grad zu ändern. Beim aprubten Bremsen am Wellenkamm entsteht der sogenannte Spray.

Aerial

Beim Aerial katapultiert der Surfer sich mit Schwung aus der Welle, um anschließend wieder in der gleichen Welle zu landen um seine Fahrt fortzusetzen. Die Zeit wo der Wellenreiter mit seinem Surfboard in der Luft ist, wird als Aerial bezeichnet. Man unterscheidet zwei Arten von Aerials.

Arial off the lip: Ist gleichzusetzen mit einem Air. Hierbei springt der Wellenreiter aus der Welle in die Luft. Anschließend landet er dann "off the lipp", um die Welle weiter abzufahren.

Arial ollie pop: Der Arial ollie pop ist gleichzusetzen mit dem Skateboard Trick Ollie. Hierbei springt der Surfer mit seinem Board zum Beispiel über Kabbelwellen. Dieser Trick wird von jedem waschechten Sylter Wellenreiter bestens beherrscht! Dafür verlagerst du dein Gewicht auf dein Tail. Das Brett schießt mit der Nose aus dem Wasser. Anschließend verlagerst du dein Gewicht nach vorn bzw. wieder auf den Schwerpunkt deines Brettes.

Floater

Sobald die Welle vor dem Wellenreiter anfängt zu brechen, überbrückt ein guter Surfer diesen Teil der Welle, in dem er auf dem Wellenkamm gleitet. Das gleiten auf dem Wellenkamm nennt man Floater und hilft dem Surfer wieder den grünen Teil der Welle zu erreichen. Beim Floater müsst Ihr darauf achten nicht aus der Welle heraus zufahren. Dazu drückst du dein Surfboard gegen die Lippe der Welle. Das Bild zeigt einen Surfer beim Floater am Surfspot in Thurso East, ganz im Norden von Großbritannien.

Tube

Tube steht für Tunnel oder auch Röhre, und beschreibt beim Wellenreiten das surfen in einer geschlossenen Welle. Das ultimative Erlebnis eines jeden Surfer gestaltet sich schwieriger als es auf den meisten Bildern aussieht. Der Surfer muss fortlaufend seine Geschwindigkeit der Welle anpassen. Fährt er zu schnell ist er aus der Tube raus, ist er zu langsam verschlingt Ihn die Welle. Gerne sprechen die Wellenreiter auch von einer Barrel. Eine Tube entsteht, wenn der Meeresgrund stark ansteigt und die Welle Ihre ganze Energie an einem Punkt zentriert und nach vorne entlädt. Die Tube wird im Contest surfen mit der Höchstnote 10.0 Punkte bewertet. Das Foto zeigt einen Surfer auf der Insel Tahiti, in einer Tube an dem weltbekannten Surfspot Teahupoo. Ein Messer scharfes Riff direkt vor der Küste, und nur für Profis surfbar.

Backside Tail Slide

Beim Backside Tail Slide gleitet der Wellenreiter mit dem hinteren Ende seines Surfboards über den Wellenkamm. Der Surfer fährt einen Turn an den oberen Teil der Welle und verlagert frühzeitig sein Gewicht auf die Frontside. Dabei übersteuert er sein Brett mit dem hinteren Fuß um mindestens mehr als neunzig Grad, in dem er auf die Frontside des Tails mehr Druck ausübt. Die Finnen stellen sich quer zur Welle und das Brett verliert an Stabilität im Wasser. Das Surfboard fängt an zu sliden. Jetzt verlagert der Surfer sein Gewicht nach vorne um das Brett abzufangen und zurück in die Welle zu fahren.

Lexikon Wellenreiten von A bis Z

In unserem Lexikon für Wellenreiter findet Ihr alle Fachbegriffe aus der Welt des Wellenreitens. Um euch den Einstieg in die Materie zu erleichtern haben wir für jedes Surfer-Latein eine kleine Erklärung geschrieben. Auf den folgenden Seiten findet Ihr von A wie Aloha bis Z wie Zinkpaste alle wichtigen Begriffe. Solltet Ihr in den Kapiteln unseres kleines Buches etwas nicht verstehen, könnt Ihr hier nachschauen. Wir haben was vergessen!? Dann schicke uns einfach deinen Vorschlag und wir vervollständigen unser Surfer ABC. Viel Spaß beim lesen und Vokabel lernen!

Wellenreiten von A bis C

A

Aloha:Aloha ist ein Hawaiianisches Wort und wird als Begrüßung verwendet. Wie vieles im Surfen aus der Polynesischen Kultur kommt ist dies einer der Standard Floskeln unter Surfern!

Abreiten:Das Abreiten bezieht sich auf das surfen einer Welle und ist aus dem Wort Wellenreiten abgeleitet. Bedeutet also nichts anderes als eine Welle nach links oder rechts abzufahren.

Arial off the lip Arial ist gleichzusetzen mit einem Air. Hierbei springt der Wellenreiter aus der Welle in die Luft. Anschließend landet er dann "off the lipp", um die Welle weiter abzufahren.

Arial ollie pop: Der Arial ollie pop ist gleichzusetzen mit dem Skateboard Trick Ollie. Hierbei springt der Surfer mit seinem Board zum Beispiel über Kabbelwellen. Dieser Trick wird von jedem waschechten Sylter Wellenreiter bestens beherrscht!

Aikau, Eddie Surferlegende von der weltberühmten Waimea Bay, starb tragisch bei einem Versuch in einem historischen Kanu von Hawaii nach Tahiti zu fahren. Mit dem Eddie Aikau Invitational Surf Contest wird Eddie jedes Jahr mit einem einem eigenen Contest für seine furchtlosen und mutigen Surfkünste geehrt.

a-frame: Wellen die gleichzeitig nach links und rechts brechen.

ASP:Association of Surfing Professionals - Dieser Dachverband führt die Wettkämpfe durch. Die FIFA des Wellenreitens.

Anpaddeln: Bevor der Surfer von einer Welle getragen wird, muss er Geschwindigkeit aufnehmen um anzugleiten. Dies geschieht durch das Paddeln der beiden Arme.

Angle-Take-off: Hierbei wird das Brett beim anpaddeln in die Fahrtrichtung gelenkt, also in die Richtung der brechende Welle.

B

Beach Boys: Die Beach Boys prägten als einer der erfolgreichsten Pop Bands der 60er und 70er Jahre das Klischee des Surfers. Die Brüder Dennis, Brian und Carl Wilson, deren Cousin Mike Love und deren Schulfreund Alan Jardine prägten das Bild der Surf-Mucke.

Brandung: Die Brandung ist der Begriffe für das brechen der Wellen am Ufer. Starke Brandung sind für viele Surfer oft ein Hinderniss überhaupt ins Wasser zu kommen.

Boomer: Bezeichnet eine im Durchschnitt höhere Welle in einem Wellenset!

Backside: Die Backside ist nichts anderes als die hintere Seite...egal ob bei Wellenreitern oder Surfern. Also surft man mit der Backside zum Rücken der Welle.

Backhand: Nichts nderes als die Backside. Surfst du also mit dem Rücken zur Welle ist ein Manöver an der obersten Wellen Kante heisst dies unter Surfen Backhand Top Turn.

Backwash: Backwash bedeutet Weißwasser oder Wellen die zurück vom Ufer in Richtung offene See strömen.

Blank: Ein Blank ist ein unfertiger Rohling aus dem der Surfbretthersteller ein Brett formt - besteht eigentlich nur aus an einem vorgefertigten Schaumkern.

Barrel: gebarrelt bedeutet wenn die Welle den Surfer vollständig umgibt - und er die Welle wie in einem Tunnel (Barrel) abfährt! Gleichzusetzen mit einer Tube. Viele glauben es ist Zufall - ist aber leider nicht so!

Beachbreak: Der Beachbreak beschreibt den Untergrund eines Surfspots - hierbei läuft die Welle über Sand - wird steiler und kann somit gesurft werden.

Big Wave Spot: Ein Big Wave Spot produziert riesige Wellen. Dazu ist eine große Dünung und ein Riff Voraussetzung, wie zum Beispiel Belharra in Frankreich oder Roca Puta im Basken Land. Laird Hamilton gehört zu den besten und surft 30 Fuss Wellen. Der bekannteste und einzige Deutsche ist Sebastian Steudner.

Body Board: Das Body Board umschreibt ein meisst aus Schaumstoff gefertigte rechteckiges Brett, bei dem der Fahrer im liegen die Welle abfährt. Unterstützend hat er meistens zudem Flossen an, mit denen er Geschwindigkeit aufnimmt und steuert. Der bekannteste deutsche Body Boarder ist Pablo Prieto Serrano. In Hamburg geboren, auf Teneriffa aufgewachsen betreibt er nebenbei sein eigenes Surfcamp WaveXperience.

Body Surfing: Body Surfing beschreibt das gleiten in der Welle allein durch Körperspannung. Ausserdem die preiswerteste Lösung von allem!

Boarddesign: Das Boarddesign beschreibt alleine das Layout des Brettes. Es hat nichts mit der Form oder der technischen Funktionsweise des Surfboards zu tun.

Bottom Turn: Der Bottom Turm ist ein Manöver bei dem der Surfer nach dem Take off die Welle von oben gerade bis zum Wellental fährt um dann nach rechts oder Links wieder hinauf zu fahren. Dies ist der wichtigste Schritt um Grüne Wellen zu surfen sollte oberstes Lernziel sein.

Bottom: Der Buttom ist die Unterseite vom Surfbrett.

Brechungslinie: Die Brechungslinie beschreibt den Punkt, an dem die Welle anfängt zu brechen. Der Wellenreiter muss immer in der nähe dieses Punktes sein um eine Welle anzupaddeln. Besser bekannt auch als Line up.

Brechungsgrad: Der Brechungsgrad beschreibt die fortlaufende Welle, also den Teil wo die Welle schon gebrochen ist und dem Teil wo Sie für den Wellenreiter steil genug ist zum surfen. Der Surfer sollte sich immer immer im grünen Teil der Welle bewegen.

Bug: Der Bug beschreibt im deutschen die Spitze eines Brettes bzw. besser bekannt bei Schiffen. Im englischen heisst das einfach Nose und umgangssprachlich auch das Wort im deutschschprachigen Raum.

C

Channels Channes werden bei Surfbrettern auf der Unterseite eingebracht. Sie erlauben dem Surfer eine hohe Wendigkeit, Auftrieb und erleichtern das gleiten im Wasser. Die Channels sind aus der Strömungstheorie entstanden und verbesseren die Wendigkeit des Boards.

Channel: Der Channel entsteht am Ufer, und beschreibt das rücklaufen des Wasser ins Meer zum Beispiel zwischen zwei Sandbänken. Der sogennante Kanal zieht den Surfer also auf Meer hinaus. Dies kann sinnvoll genutzt werden, in dem man sich von der Strömung zurück ins Line up ziehen lässt. Trotzdem sollte bei Anfängern vorsicht geboten sein, da diese Strömung so stark sein können, das man durch reines paddeln nicht mehr hinaus kommt.

Cut Back: Der Cut Back beschreibt ein Manöverbei bei dem der Wellenreitern eine Kurve zurück fährt. Dies dient dazu wieder ans steile Teil der Welle zu gelangen um Geschwindigkeit aufzunehmen.

Curl: Der Curl ist der englische Begriff für Brechungsgrad, also dem Teil der Welle wo sie in sich zusammenfällt.

Cross Shore: Bezeichnet Wind der die Wellen kreuzt. Dieses führt zu unregelmäßigen kabbelartigen Wellen und ist zum Wellenreiten eher ungünstig. Am besten ist ablandiger Wind oder Windstille.

Concave: Die Form des Unterbodens beim Surfbrett. Erlaubt bessere Strömungseigenschaften.

Coeficiente: Im deutschen besser bekannt als Tidenhub. Bezeichnet die Höhe des Wasser im Meer, die durch die Anziehungskraft des Mondes beeinflusst wird.

Closed out: Bezeichnet Wellen die auf Ihrer ganzen Linie gleichzeitig brechen. Dies macht Wellen unsurfbar. Surf Spots werden deshalb oft nach diesen Eigenschaften beschrieben. Oft heisst es: "Hält mehr als 3m ..."

Clean up set: Das Clean Up Set bezeichnet eine Reihenfolge an Wellen, die größer sind als die normalen Wellen-Sets. Sind die Wellen immer an einer bestimmten Welle gebrochen, brechen die Wellen beim Clean up Set vorm Line up und spült die Wellenreiter ans Ufer. Bei Wellen Sets ist die dritte und fortlaufenden Wellen meist die größte und beste.

Choppy: Beschreibt schlechte Surfbedingungen. Meist hervorgerufen durch störenden Wind.

Custom-made: Bezeichnet Surf Bretter die individuell für den Kunden hergestellt werden.

Crowd/crowded: Die Bezeichnung für ein überfülltes Line up - also zuviele Leute an einem Surf Spots. Steigert die Agressivität mancher Wellenreiter und Verletzungsgefahr.

clean: Mit clean bezeichnet der Surfer Wellen, die perfekt brechen.

Wellenreiten von D bis F

D

Delamination: Der Kern eines Surfbrettes besteht aus einem Schaumstoffkern. Nach dem Shape umhüllt der Shaper den Kern mit Glassfasermatten um sie Anschließend mit Harz zu laminieren. Dieses Epoxyd Harz bildet also die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten. Weiterhin ist die äussere Schicht des Boards aus diesem Material. Mit den Jahren kommt es zur Auflösung dieser Schicht, also zur Delamination. Verursacht durch Sonneneinstrahlung und Salzwasser.

Ding: Ding ist ein Fachbegriff für die Beschädigung eines Surfbrettes.

Drop in: Drop in heisst übersetzt jemanden in die Welle fahren. Beachtet man nicht die Vorfahrtsregeln, und fährt jemanden in die Welle ist das Drop in. Sollte man an vielen Spots unterlassen!

Deck Das Deck beschreibt die Oberseite eine Wellenreiters.

Duck Dive: Sobald Ihr in größeren Wellen surft, ist das durchtauchen unter einer Welle unerlässlich. Hierbei verlagert der Wellenreiter sein Gewicht so, das er mit dem Brett durch die Welle hindurch taucht. Elementare Technik in vielen Line ups.

Dünung: Die Dünung beschreibt die größe und regelmäßigkeit von Wellen, im englischen auch Swell genannt. Die Dünung, also Wellen entstehen durch Wind auf den Ozeanen. Mit der Zeit ordnen Sie sich zu Linien und treffen dann in regelmäßigen abständen auf die Küsten. Als Beispiel ist der geworfene Stein in eine Fütze angebracht.

Durchtauchtechniken: Neben dem Duck Dive gibt es die sogenannte Eskimorolle, auch bekannt als Turtle. Hierbei liegt der Surfer unter dem Board und klammert sich an den vorderen Teil des Brettes. So bietet man den Wellen weniger Widerstand. Diese Technik wird gerne von Anfängern genutzt sowie bei Brettern ab 2m.

double overhead: Bezeichnet die Wellengröße. Ist die Welle zwei mal so groß wie der Surfer in der Welle ist dies double overhead.

E

Evolution Surfboard: Bezeichnet die Form eines Surfbrett. Ist eine Mischung aus Shortboard und Mini Malibu. Meistens zwischen 6.10 und 7.2 lang.

Eskimorolle: Der Surfer hängt unter seinem Brett und lässt sich von Wellen überrollen. Diese Methode ist bei großen Wellen notwendig sofern man nicht den Duck Dive beherrscht oder ein zu langes Brett fährt.

Eopoxyd Harz: Epoxyd Harz wird zur Hersteluung von Surfbtrettern verwendet. Es verbindet die Glasfasermatten mit Schaumkern und verleiht dem Brett seine Stabilität.

Ebbe: Ebbe heisst Niedrigwasser, also den geringsten Wasserpegel in den 12 stündigen Wechsel von Gezeiten. Das Wasser läuft sechs Stunden auf um anschließend 6 Stunden wieder abzulaufen. Bei Surfspots sind die Gezeiten ein wichtiger Bestandteil für die Qualität der Wellen.

F

Fade:Beschreibt das aufstehen nach dem angleiten in Richtung der brechenden Welle.

Finnen: Finnen sind Bestandteil des Surfbrettes und befinden sich am unteren hinteren Teil jedes Surfbrettes. Die Finnen sind für das Steuern des Boards zuständig. sowie das Schwert beim Segeln. Es gibt einlaminierte Finnen die mit dem Brett also fest verbunden sind und Finnen die man manuell einsetzen und wieder herausnehmen kann. Letzteres bietet den Vorteil, das Brett vor Beschädigungen beim Transport zu schützen. FCS ist das weitverbreiteste Finnen - System.

Fish: Mit FISH wird die Form eines Surfboards beschrieben. Die breite und runde Brettform erlaubt dem Surfer radikale Bewegungen in kleinen Wellen.
Es bittet zudem mehr AUftrieb und wird bei schwachem Swell gerne als Alternative zum Shoartboard gefahren.

Flat: Flat bedeutet nichts anderes als Flach, also keine Wellen. Hört Ihr Flat also früh morgens in eurem zelt auf dem Campingplatz könnt Ihr getrost weiterschlafen.

Floater: Ein Floater ist das gleiten auf dem Wellenkamm, ähnlich eines 50/50 beim skateboarden. Verliert man Geschwindigkeit, fährt man zurück in die Wellen.

Flut: Flut bedeutet nichts anderes als Höchststand bzw. auflaufendes Wasser, also der Zeitpunkt an dem am meisten Wasser im Meer ist. Flut ist also eine Komponente von Gezeiten.

Freak Wave: Freak Waves sind riesige Wellen, die unberechendbar in allen Ozeanen auftreten, selbst in der Nordsee. Diese Wellen haben eine Höhe von 30m und mehr und sind ein unkalkulierbares Risiko für Schifffahrt und Ölplattformen etc..
Freakwaves lassen ganze Schiffe verschwinden und sind bis heute nicht erforscht. Freak Waves sind keine Big Waves - werden also nicht gesurft. Big Waves sind Wellen die berechnet und vorhersagbar sind.

Fullsuit: Fullsuit ist der englische Begriff für einen ganzkörper Neoprenanzug. Neoprenanzüge werden in Milimeter angegeben, so bezeichnet zum Beispiel ein 5/4 die Dicke. 5mm an Brust und Bauch sowie 4mm an Armen und Füßen.

Foam: Aus FOAM besteht jeder Rohling eines Surfboards. Foam ist also ein Chemieschaum aus dem der Kern jedes Brettes besteht.

Foot: FOOT ist eine Maßeinheit im angelsächsischen Sprachraum. Dabei ist ein Foot 33cm. Jedes Brett wird in Inch (2.54cm) und Foot angegeben. Steht zum Beispiel auf einem Surfbrett die Angabe 7.2 so heisst das 7 Foot und 2 Inch, macht nach Adam Riese also 7*33cm + 2*2.54cm = 2,36 m.

Forehand: Forehand wird auch als Frontside bezeichnet, also die Blickrichtung des Surfers. Wer also Forehand surft schaut mit dem Gesicht zur Welle.

Frontside: Das gleiche wie Forehand, bezieht sich aber mehr auf die Kante des Surfbrettes.

Fuß: Im englischen Foot genannt, ein Fuß gleich 33cm.

Wellenreiten von G bis I

G

Goofy Foot: Goffy Foot beschreibt Brettsportler die mit dem linken Fuß hinten auf dem Brett stehen. Regular (Foot) heisst das man normalerweise mit dem linken Fuss vorne auf dem Brett steht. Die meisten Brettsportler fahren Regular.

Gezeiten: Gezeiten fassen die Begriffe Ebbe und Flut zusammen. Mit Gezeiten ist der 12 stündige Rythmus von Ebbe und Flut gemeint.

Gripdecks Der Begriff Gripdecks beschreibt Rutschmatten die auf die oberseite eines Brettes befestigt werden. Diese dienen dem Surfer oder Skater zur besseren standhaftigkeit bzw. Kontrolle. Wellenreiter benutzen dagegen oft Wachs um die griffigkeit zu gewährleisten.

Gun: Die Gun beschreibt eine ganz bestimmte Bauweise eines Brettes. Eine Gun ist ein Schmales langgestrecktes Board mit dem hohe und schnelle Wellen angepaddelt werden. Der Nachteil ist die Wendigkeit, dafür überzeugen die Stabilität und das angleiten dieser Bretter.

Glassy: Glassy heisst Glatt. Aufs Wasser bezogen nichts anderes als eine Spiegelglatte Oberfläche. Beste Bedingungen für einen herrlichen Surf!

H

Hang Loose Surfer Gruß bei dem der Daumen und kleine Finger gespreizt werden. Der Zeige/Ring und Mittelfinger werden dabei eingeklappt. Dazu ein lockeres Wackeln aus dem Handgelenk und fertig ist der Surfer Gruß. Unserer Meinung nach mit das peinlichste im Surfzirkus!

Hang Five: Ein Trick bei dem Longboarder mit seinen Fünf Zehen die Nase des brettes umklammert. Mach keinen Sinn - gehört aber zum Style.

Hamilton, Laird Bekannteste lebender Big Wave Surfer und Ikone wenns ans eingemachte geht. Surfte eine legändere Welle in Thahiti und wurde weltbekannt.

Hang Ten: Genauso wie beim Hang Five umklammert der Wellenreiter die Nose des Sufbrettes mit allen zehn Zehen seiner Füße. Genauso sinnlos wie ein Hang Five - soll aber Spass machen.

Herpes Simplex: Entsteht duch Sonne und Salzwasser, aber auch beim Ski Fahren und Küssen. Bei diesem Virus hilft nur ordentlich eincremen und der Gang zur Apotheke. Kleine Lippen Blässchen erobern von der Lippe aus dein Gesicht - womit man sich dann ganz und gar dem Surfen widmen kann.

Hawaii: Bundesstaat der vereinigten Staaten und Geburtsort des Surfens. Liegt als Inselkette im Pazifischen Ozean.

High Tide: High Tide ist der englische Ausdruck für Hochwasser. Bedeutet also auflaufendes Wasser. Wichtige Information bei Surfspots.

Hochwasser: Hochwasser gleich Flut gleich High Tide

I

Inch Inch ist eine im angelsächsischen Sprachraum verbreitete Maßangabe 1 Inch = 2.54 Zentimeter. Wird bei der Länge eines Surfbrettes angegeben.

Impact Zone: Die Impact Zone beschreibt die Fläche vor dem Line up. An dieser stelle brechen die Wellen oder sind es schon. Die Impact Zone kann an vielen Spots gefährlich sein und sollte bevor man ins Wasser geht beobachtet werden.

Inside Die Inside beschreibt die Brechungslinie zwischen Ufer und Line up, bzw. dort wo die Wellen brechen. Bei großen Wellen kann auch mal in der Inside gesurft werden.

ISA: ISA ist die Abkürzung für die International Surfing Association - ein Verband von Surfern und Surfverbänden. Weiterhin vergibt er Lizenzen an Surflehrern und Surfschulen. Für alle Anfänger ein Zeichen für ein mindestmass an Qualität.

Wellenreiten von J bis L

J

Jaws: Jaws ist ein Big Wave Spot an der Küste Mauis der in unregelmäßigen Abständen 25m hohe Wellen produziert.

K

Kick out: Beim Kick out verlässt man die Welle durch einen Turn am Wellenkam in Richtung Meer.

Kamm: Mit dem Kamm ist der Wellenkamm gemeint, also der oberste Teil einer Welle.

Knee Board: Wie das Wort schon sagt wird auf diesen Brett gekniet.
Meist kurzes Brett.

Kahanamoku, Duke: Machte das Wellenreiten über die Grenzen Hawaiis hinaus bekannt. Mit ihm erlebte die Surfkultur einen Aufstieg in Amerika und Australien.

L

Longboard: Longboards sind lange Bretter von über 2.50m. Durch den starken Auftrieb seiner Masse und den guten Gleitfähigkeit kann mit diesen Boards in kleinen Wellen aber auch in großen Wellen gesurft werden. Mit langen Brettern zkönnen Wellen zudem sehr früh angepaddelt werden.

Lifeguards:Kifeguard ist gleichzusetzen mit Rettungsschwimmer. Sie bewachen die Strände, leisten erste Hilfe und sind Ansprechpartner in allen Belangen - wenns um die Sicherheit der Badegäste geht.

Lycra: Das Lycra ist ein Oberteil, bestehend aus Polyster und schützt den Wellenreiter vor Sonneneinstrahlung und Hautabschürfungen an Brust und Armen. Zudem ist es ein Schutz gegen Kälte.

Lippe: Mit der Lippe wird der oberste Teil der Welle beschrieben wenn Sie bricht. Sobald die Welle anfängt sich zu überschlagen, entsteht die sogenannte Lippe der Welle.

Low-Tide: Low - Tide ist das englische Wort für Ebbe oder Niedrigwasser.

Lip: englisches Wort für Lippe

Locals: Mit Locals sind Wellenreiter gemeint, die an einem bestimmten Surf Spot großgeworden sind oder diesen regelmäßig surfen. Locals sollte man immer mit Respekt begegnen...mehr aber auch nicht. Sollten Sie ihre eigene Gesetzte haben, kann man es auch gerne mal drauf ankommen lassen - sofern Ihr in der Überzahl seit.

Linksbrechende Welle: Eine Welle die vom Wellenreiter ausgesehen von Rechts nach Links bricht.

Line up: Im Line up fängt die Welle am zu brechen. Hier muss jeder Surfer liegen um eine Welle überhaupt anpaddeln zu können - da sie nur an diesem Punkt steil genug wird um sie abreiten zu können.

Lefthander: Lefthander beschreibt im englischen eine Links brechende Welle.

Leash: Die Leash oder auch Leine verbindet den Wellenreiter mit seinem Surfbrett. Sie wird am hinteren oberen Teil des Wellenreitbrettes befästigt - sobald man ins Wasser geht befästigt der Surfer das andere Ende an seinem Knöchel des hinten stehenden Fusses.

Lay-Back:Beim Lay-Back drückt der Wellenreiter sein Rücken an die Wellenwand um seine Geschwindigkeit zu drosseln. Wird meisten von guten Surfern benutzt um sich von der Barrel einholen zu lassen.

Laminat: Das Laminat verbindet die Glasfasermatten eines Surfbrettes mit dem Foam bzw. Kern des Brettes und bildet die äußere Schicht jedes Surfboards.

Wellenreiten von M bis O

M

Malibu: Malibu ist ein anderer Ausdruck eines langen Brettes, also Longboard. Aber auch ein Ort an der Californischen Küste in den USA.

Mid-Tide: Mid - Tide beschreibt den Wasserstand nach dem das Wasser 3 Stunden aufgelaufen oder abgelaufen ist, also genau zwischen Ebbe und Flut.

Mini Malibu: Ein Mini Malibu ist das klassische Surfschulbrett. Es misst zwischen 2.00m und 2.50m. Das beste Brett für die meisten Männer um Wellenriten zu lernen.

Mundaka: Mundaka ist mit Hossegor der bekannteste Surf Spot aus Europa. Einer der am längsten linksbrechenden Welle auf der Welt findet Ihr in einem kleinen Fischerdorf an der Nordspanischen Atlantikküst. Jedes jahr hält hier die World Champion Tour der Surfer u.a. mit Kelly Slater einen Ihrer Wettkämpfe ab. Nichts für Anfänger aber schön zum angucken!

Monsterwelle: Anderer Ausdruck für Freakwave, also Wellen die in allen Ozeanen jedes Jahr Schiffe von einem auf den anderen Moment vom Radar verschwinden lassen. So erging es auch einem deutschen Kreuzfahrtschiff am 8.Oktober 2003 im Südatlantik - nur mit viel Glück erreichten das Schiff den rettenden Hafen.

Mush: Mush beschreibt schlechte Surfbedingungen durch zu kleine Wellen ohne Power.

N

Neopren: Der Neopren schützt den Surfer vor Kälte. Es gibt ihn verschiedenen Qualitäten - umso dehnfähiger und dicker - umso mehr kostet er.

Nose: Die Nose ist der englische Ausdruck für die Spitze eines Surfbrettes.

Nipptide: Der Mond beinflusst mit seinem Magnatfeld den Wasserstand unser Weltmeere. Beim Halbmond kommt es zu einem unterdurchschnittlichen Wasserstand im Meer.

Noseriding: Beim Noseriding steht der Wellenreiter bei einem Longboard vorne auf seinem Brett - also auf der Spitze. Hierbei versucht er durch Gewichtverlagerung Speed aufzunehmen bzw. in der Welle zu bleiben.

Noseguard: Schützt die Spitze eines Shortboards vor Beschädigung, aber auch andere Wellenreiter vor Verletzungen. Das Schoartboard hat eine extrem zulaufende Spitze die gefährlich werden kann.

Natural Foot: Hierbei steht der Wellenreiter mit dem linken Bein auf dem Wellenreitbrett vorne. Zumindest bei den meisten - eigentlich beschreibt Natural Foot den Fuss mit dem man persönlich vorne stehen möchte. Ähnlich wie in einem Startblock beim 100m Lauf oder auf dem Snowboard.

Normal Foot das gleiche wie Naturel Foot - also das Bein mit dem man am liebsten vorne steht.

O

Off Shore: Mit Off Shore ist die Windrichtung vom Land zum Wasser beschrieben. Der ablandige Wind drückt in die Wellen, wodurch sie steiler und größer werden. Beste Windrichtung für eine optimale Surfsession.

Outline: Die Outline beschreibt den Außenumriss eines Wellenreitbrettes - also die Form.

Off The Lipp: beim Off the Lip fährt der Surfer die Welle hoch um auf dem Wellenkamm zu gleiten - um anschließend wieder reinzudroppen.

On Shore: Beschreibt die Windrichtung vom Wasser zum Land. Dieses ist der ungünstigste Fall für gute Wellen. In Frankreich wird der Wind im Sommer meisst von der Thermik beeinflusst. Ist das Land kälter als der Ozean strömt die Luft vom Land aufs Meer - also Off Shore. Dieses ist meisst morgens der Fall - am Nachmittag hat sich dan das Land soweit erhitzt das der Wind sich dreht und vom Wasser in Richtung Land strömt - also On Shore.

Wellenreiten von P bis R

P

Pull Out: Beim pull out fährt man aus der ungebruchenen Welle durch einen turn aus der Welle hinaus.

Pads: Pads klebt man auf Oberfläche des Surfbrettes. Das Pad hilft die Standhäftigkeit beim surfen zu erhöhen. Gerne wird es am hinteren Tail des Brettes benutzt.

Peak: Der Peak ist der höchste Teil der Welle bevor sie anfängt zu brechen. Der Wellenreiter muss recht oder links vom Peak liegen um die Welle anzupaddeln - bevor sie bricht.

Pin Tail: Der Pin Tail beschreibt den hinteren Teil eines Brettes. Am Ende, also Tail läuft es spitz zusammen - also Pin Tail. Das Pin Tail findet man oft bei Guns.

Plug: Plug beschreibt eine Möglichkeit die Leasch am Surfbrett zu befästigen. Das Plug wird bei der Herstellung eines Surfbrettes am hinteren Teil oben auf dem Wellenreiter eingelassen.

Pocket: Das Pocket beschreibt den hohlen Teil am Wellenkamm einer Welle.

Pointbreak: Der Pointbreak beschreibt einen Surfspot der immer an einer bestimmten Punkt bricht. Meist besteht der Untergrund aus Felsen, Steinen etc.. Pointbreak findet man meist an Landzungen und Buchten.

Prone-Position: Die Prone - Position ist die Start Haltung jedes Wellenreiters. Er liegt mit dem Bauch auf dem Brett, und paddelt die Welle an.

Q

Quicksilver: Neben Billa Bong und Rip Curl die bekannteste Marke im Surzirkus. Quicksilver sponserd Kelly Slater, den Michael Schumacher des Surfens.

R

Round Tail: Beschreibt den hinteren Teil eines Surfbrettes. Beim Round Tail ist das Ende eines Wellenreiters abgerundet.

Rollercoaster: Beschreibt das herauf fahren einer Welle, um dann am Wellenkamm einen starken Turn zurück in die Welle zu fahren.

Rocker: Der Rocker beschreibt die Aufbiegung des vorderen Teil jedes Surfbrettes. So ist jeder Wellenreiter nach vorne hin aufgebogen, um sich den Wellen anzupassen.

Righthander: Ein Righthander ist eine rechtsbrechende Welle, die also von links nach rechts läuft.

Ricochet: Dieses Manöver folgt auf den Cut Back, um wieder an den höchsten Punkt der Welle zurück zufahren.

Riff: Ein Riff beschreibt den Untergrund eines Surfspots. Diese können aus Korallen, Muscheln, Steine etc. bestehen. Riffe produzieren schnelle und hohle Wellen sowie konstante und druckvoll. Sie brechen immer an der gleichen Stelle.

Rails: Die Rails beschreiben die Kanten eines Surfbrettes. Die Form der Rails beeinflusst die manövrier Fähigkeit eines Wellenreiters.

Regular: Regular bedeutet das der Surfer mit dem linken Fuss auf seinem Surfbrett steht.

Riesenwelle: Riesenwellen entstehen in allen Ozeanen und lassen ganze Containerschiffe vom Radar verschwinden. Riesenwelle ist der deutsche Ausdruck für Freakwave.

Reefbreak: Beschreibt einem Surf Spot bei dem die Welle über ein Riff bricht.

Rechtsbrechende Welle: Die Welle bricht von Links nach Rechts.

Reentry: Der Surfer fährt aus der Welle über den Wellenkamm hinaus aus der Welle, ist kurz in der Luft um dann wieder in die Welle hinein zu droppen.

Rhino Chaser: Ist ein Ausdruck für ein Surfbrett. Ähnlich wie die Gun, ist dieses Brett extrem land und wird bei großen Wellen benutzt.

Wellenreiten von S bis U

S

Swell: Swell beschreibt im englischen die Dünung, also die Wellen die auf die Küste treffen. In speziellen Internetseiten kann man die Vorhersage einzelner Spots nachlesen und so seinen surf planen.

Session: Beschreibt die der Surfer mit dem Wellenreiten verbringt, ohne das Wasser zu verlassen.

Swallow Tail: Das Swallow Tail beschreibt die Schwalbenschwanz ähnliche Form eines Surfbrettes. Sie findet man oft bei einem Fish, ein Brett für kleine Wellen um krasse Manöver zu fahren.

Scoop: Die Nase des Brettes wird aufgebogen um das eintauchen beim anpaddeln einer Welle zu verhindern.

Section: Die Section ist immer ein Abschnitt der Welle, in der sie Ihre Eigenschaften ändert.

Short-Board: Short Board beschreibt die Länge und Form eines Brettes. Es hat immer eine spitzzulaufende Brettform und ist nicht länger als 6 Fuss un 10 Inch.

Shore Break: Der Shore Break ist die Brandung direkt am Ufer. Der Shor Break kann Schwimmern und Surfern gefährlich werden, da er mit seiner Kraft Wellenreiter beim raus oder reingehen zurück auf den Strand schlägt. Man sollte den Shore Break genau beobachten und eine passende Zeit finden wann man ins Wasser oder wieder heraus geht.

Shape: Der Shape beschreibt die Form eines Brettes. Der Shaper bringt das Surfbrett in seine Form - also in seinen Shape.

Shaper: Bringt das Surfbrett in seine Form und vollendet es bis es gesurft werden kann.

Shapen: Beschreibt das arbeiten an einem Surfbrett - hobeln, einlaminieren etc.! Mehr und Mehr wird das shapen von Maschinen übernommen.

Set: Set beschreibt die Anzahl von Wellen die in eine Abfolge eintreffen. Dabei kann es sich um 3 oder mehr Wellen handelt...die zweite und dritte ist meist die höchste.

Schulter: Die Schulter beschreibt den grünen Teil der Welle. Die Schulter lässt auf darauf schließen wie die Welle brechen wird.

Spot: Spot steht hier für Surort, beschreibt also die Lage und Begebenheiten wo gesurft werden kann.

Sex Wax: Hersteller von Wachs aus Amerika - geniesst Kultstatus. Das Wachs hilft für eine bessere Standfästigkeit auf dem Brett und wird mit der Hand aufgetragen.

Shorty: Der Shorty ist ein kurzer Neoprenanzug, also mit halblangen Armen und Beinen. Zudem ist er nicht dicker als 3mm im Brustbereich und 2mm am Armen und Beinen.

Single Fin: Um ein Surfbrett zu steuern benötigt der Wellenreiter an seinem Brett Finnen. Sie kann aus 3 Finnen bestehen , mindestens aber einer - also Single Fin.

Surf: Surf heisst im englischen Brandung.

Stoked: Beschreibt das überglückliche Rausch artige Gefühl nach einem Powder run oder einem guten Surf.

Soup: Mit Soup meint der Surfer das Weisswasser.

Shoulder: Der englische Begriff für Schulter. Hiermit ist die Höhe und Form der grünen Welle gemeint. Die Schulter gibt den Ride vor.

Springtide: Bei Neu- und Vollmond entsteht ein überdurchschnittlicher Tidenhub.

Square tail: Beschreibt die Form eines Brettes am hinteren Teil. Bei einem Square Tail ist das Ende eines Brettes gerade abgeschnitten.

Stringer: Der Stringer besteht aus Holz und ist in der Mitte des Surfbrett Rohlinges eingelassen. Er verhilft dem Brett zu mehr Stabilität und Flexibelität.

Spin out:

T

Twin-Finn Twin - Finn sagt aus das nur zwei Finnen im Brett sind. Die Mittlere fehlt! Üblich sind drei Finnen im Brett.

Thruster: Der Thruster ist das meist gefahrene Brett und beschreibt ein Wellenreiter mit drei Finnen.

Turning Radius:

Tidenhub: Der Tidenhub gibt die maximale Differenz zwischen Ebbe und Flut an.

Tuberide: Beim Tuberide bildet die Welle eine Röhre, die den Surfer komplett umschliesst. Hierbei fährt der Surfer durch einen Tunnel.

Tidenkalender: Im Tidenkalender findet Ihr die Gezeiten, die sich pro Tag verschieben. Viele Spots hängen von den Gezeiten ab! Der Gezeitenkalender ist also eine wichtige Informationquelle jedes Surfers.

Tube: Die Welle schmeisst eine Tube, also einen Hohlraum in dem der Wellenreiter surfen kann.

Tri-Fin: Wellenreiter mit drei Finnen. Die meist verbreiteste Lösung ein Surfbrett zu steuern.

Top-Turn: Beim Top Turn fährt der Surfer am oberen Teil der Welle eine Kurve in Richtung Wellental.

Tiden: Tiden ist ein anderer Begriff für Gezeiten - also die Zeit con Ebbe bis Flut.

Take-Off: Nachdem der Wellenreiter die Welle angepadellt hat, kommt er ins gleiten. Nachdem er genug Geschwindigkeit aufgenommen hat wechselt vom liegen auf dem Brett - zum stehen. Der Wechsel von der liegenden Position zum stehen auf dem Brett nennt man also Take - off. Der Wechsel erfolgt in einem Zug und ist das erste Manöver was man als Anfänger lernt.

Tail: Das Tail beschreibt den hinteren Teil des Surfbrettes.

U

UV-Strahlung: Ist der Fachbegriff für schädliches Licht. Dagegen hilft nur ordentlich eincremen und entsprechende Kleidung.

Ukulele: Musikinstrument aus der Kultur des Südpazifik´s. Eine kleine Gitarre zu jedem Folklore Abend auf Hawaii dazu gehört.

Wellenreiten von V bis Z

V

V-Buttom: Bei einem Surfbrett wird in der eine V - förmige Strömungslinie eingefräst, um die Gleitfäfigkeit zu verbessern.

W

Wipe out: Beim Wipe - Out stürzt man unkontroliert vom Surfbrett in Richtung Wellental.

Windchill:

Wachs: Wachs wird auf dem Wellenreiter aufgetragen um die standfästigkeit zu erhöhen.

Weißwasser: Das Weisswasser entsteht beim brechen der Wellen. Hierbei mischt sich das Wasser mit Luft und bildet einen weißen Teppich. Weisswasser verhindert den Auftrieb.

Wellenreitschule: Surfcamps, Surfschulen und Wellenreitschulen findet Ihr auf der ganzen Welt. Checkt vorm dem Buchen die persönliche Homepage - damit Ihr sicher sein könnt wo Ihr euren Surfurlaub verbringt.

Wellenreitcamp: Hier kann mann zusätzlich auch Übernachten.

Wetshirt: Das Wet Shirt ist ein dünnes Lycra, was den Surfer vor Scheuerstellen am Körper und Sonneneinstrahlung schützen soll.

Wetsuit: Ein Wetsuit besteht aus dünem Neopren und verhindert die Auskühlung.

Windsee: Windsee beschreibt einen unruhigen Wellengang, bei dem das Meer aufgeschaukelt und chaotisch ist.

Winger: Der Winger verhindert den Auftrieb des Tails. Hierbei wird ein stufenartiger Verlauf am Brett eingefräst.

Z

Zinkpaste: Die harte Form einer Sonnencreme. Benutzen Alpinisten und Beach Bums um sich vor der Sonne zu schützen.

Zoll: Zoll ist eine amerikanische Masseinheit.

Mr. Zog Sex Wax: Bekanntester Hersteller von Surf Wachs - genießt absoluten Kult und gibts in verschiedenen Düften!

ASP - Association of Surfing Professionals

In Deutschland immer noch eine Randsportart, entwickelte sich Wellenreiten in den Vereinigten Staaten von Amerika und Australien zum Profisport und Industrie mit Umsätzen von mehreren hundert Millionen Dollar im Jahr. Die Association of Surfing Professionals, kurz ASP führt rund um den Globus Contests und Ausscheidungswettkämpfe durch. Dabei treten in der World Champion Tour (WCT) die 45 besten Surfer der Welt in zehn Turnieren auf allen Kontinenten gegeneinander an. Der letzte Contest der World Championship Tour wird traditionell Ende Dezember beim Billabong Pipeline Masters auf Hawaii ausgetragen. In der World Qualifying Series (WQS) qualifizieren sich die besten Surfer für die WCT, wobei die schlechtesten Wellenreiter aus der WCT in die WQS absteigen. Das Bild zeigt den Star der Szene, den neunmaligen Weltmeister Kelly Slater beim Quiksilver Pro in Frankreich.

Bücher Wellenreiten

Es gibt eine vielzahl an Büchern für Surfer und Wellenreiter, aber leider nur wenige in deutscher Sprache. In vielen Situationen hat das Buch, in gedruckter Form, den digitalen Medien immer noch Vortleile. So kann man die letzten Tipps des Surflehrers noch einmal schnell beim Sonnen am Strand nachschlagen, die besten Surspots checken, oder einfach nur von besseren Wellen träumen, wie auf den Bildern in den vielen Büchern für Wellenreiter. Wir haben für euch die besten Bücherempfehlungen auf einer Liste zusammengestellt, unter anderem The Stormrider Guide Europe sowie Wave Culture - Faszination Surfen und viele weitere Bücher mehr, für Anfänger und Fortgeschrittene. Der Einstieg in das Thema Wellenreiten fällt mit einem guten Buch leichter und ist eine gute Vorbereitung und Ergänzung für deinen ersten Surfurlaub.